Winston Groom – Forrest Gump

Gegenwartsliteratur, Novelle 8 Comments

Forrest GumpWohl jeder jeder kenne ich den Film, aber vielen wird es wie mir gehen aber bis vor kurzem wusste ich nicht, dass es eine Buchvorlage gibt. Die Geschichte ist schnell erzählt. Forrest Gump, geistig nicht ganz auf der Höhe, zieht durch die Welt und wird dabei immer wieder skurrilste Abenteuer, teils weltpolitische Ereignisse hereingerissen. Anfangs geht es meist gut, aber es endet immer in einer Katastrophe. Aber Forrest macht davon einfach unbekümmert weiter.
Der Film Forrest Gump zählt zu meinen absoluten Lieblingen und ich war nach 2 positiven Erwähnungen sehr gespannt auf das Buch. Aber mit dem Film im Hinterkopf geht man doch mit einer falschen Erwartung an das Buch heran. Zwar sind Hauptperson und auch einige Handlungsstränge identisch, aber von der vermittelten Stimmung trennen beide Versionen Welten. Ich fand den Film so herrlich deprimierend, das Buch wirkte auf mich ein wenig wie die Käpt’n Blaubär. Ein einfacher Junge erlebt unglaubliche Abenteuer. Anders als im Film Geschichten sind dabei nicht so dramatisch überspitzt und eher auf Unterhaltung angelegt. Besonders die ersten Seiten hatte ich so sehr den Film im Hinterkopf, dass keine wirkliche Lesefreude aufkam. Erst mit der Zeit hat man sich an den Buch-Forrest gewöhnt und kann sich erst dann so wirklich in das Buch fallen lassen.
Zum Anfang fand ich das Buch doch eher schwach, sei es durch die grausame Rechtschreibung oder durch die ganz falsche Erwartungshaltung. Mir ging es so, dass je weiter ich im Buch fortschritt desto mehr gefiel mir das Buch und so verschlang ich das Ende geradezu.

Julio Cortazar - Der Verfolger

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Der Verfolger. SZ-Bibliothek Band 21Endlich mal wieder ein Buch welches mir nicht gefallen hat. Kurz gesagt geht es um einen Jazzkritiker der einen Jazzmusiker begleitet. Dieser ist zwar ein genialer Musiker führt aber ein chaotisches Leben geprägt von Alkohol, Drogen, Depressionen, Krankheit, … . Irgendwann kommt dann der Schluß, dass man er nur ein genialer Musiker ist weil er so ein schreckliches Leben führt. Mein Fall war es wie gesagt nicht, weil die Handlung einfach zu unkonkret war und es mir zu pseudopsycholigisch erschien. Andererseits meint die Süddeutsche zeitung, dass es eines der 50 weltbesten Bücher sei. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.