Januar 13, 2008
Gegenwartsliteratur, Roman
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Gelesen habe ich schon viele Bücher. Nur wenige waren wirklich gut. Viele waren ok, so einige mittelmäßig und ein paar auch so schlecht, das ich dann doch nach ein paar Kapiteln das Buch einfach weg legen musste.Bei dem folgenden Buch weiß ich noch nicht ganz genau wo ich es einordnen soll. Es gehört aber auf jeden Fall mindestens zu den guten.
Das Buch, das ich vor kurzem gelesen habe, es heißt “A Long Way Down” und wurde von Nick Hornby geschrieben. Und es beschreibt die Geschichte von 4 Menschen, die verschiedener nicht sein können.
Es geht um einen mehr oder weniger erfolgreichen Fernsehmoderator, der nach einer sexuellen Erfahrung mit einer 15 jährigen kurz den Knast besuchte. Um eine alternde Katholikin, die nach einer einzigen sexuellen Erfahrung schwanger wurde und ein Kind zur Welt brachte, das seit der Geburt in einem Wachkoma liegt. Um einen Rockmusiker aus den USA, der seine Band und seine Freundin verlor. Und um ein freches Mädchen die aus einer Familie kommt, wo die Schwester scheinbar Selbstmord begangen hat und die Probleme mit einer Liebschaft hat.
Auf den ersten Blick haben all diese unterschiedlichen Menschen nicht viel miteinander, nur eines verbindet sie, denn alle wollen sich in einer Silvesternacht von ein und dem selben Londoner Hochhaus stürzen. Und treffen dort oben aufeinander. Nach einer Weile entscheiden sie sich doch erst einmal nicht umzubringen, sondern zu gucken ob es vielleicht doch anders geht un verabreden sich für einen späteren Zeitpunkt am selben Ort.
Und hier beginnt dann die eigentliche Story die immer wieder aus den Gesichtspunkten der unterschiedlichen Charaktäre erzählt wird. Hierbei geht es darum herauszufinden, wie es dazu kommen konnte das sie sich dort oben wiederfanden und ob es sich lohnt weiter zu leben. Hierbei finden sie sich als Gruppe wieder, die eigentlich keine ist und trotzdem wollen sich alle irgendwie helfen wieder ins Leben zurück zu finden.
Das Buch geht dabei auf eine mehr oder weniger ironische und teilweise lustige Art und Weise an das Thema Selbstmord heran. Es zeigt einem auf aus was für normalen Gründen Leute diesen Weg für sich einschlagen. Man kann die Hoffnungslosigkeit der Charaktäre mitfühlen. Und auch wenn es einem verschiedene Wege zeigt, wie die Charaktäre damit versuchen umzugehen, so ist es sicherlich kein Ratgeber gegen Selbstmord oder irgendeine Art von psychologishen Buch. Aber es bringt einem dazu sein eigenes Leben mal wieder zu reflektieren und zu schauen wo man eigentlich selbst irgendwann mal hin möchte und was einem wichtig ist im Leben.
Juni 28, 2007
Gegenwartsliteratur, Roman
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Endlich mal ein Buch aus der SZ-Bibliothek, welches in der modernen Zeit, um genau zu sein vor etwa 10 Jahren, spielt. Es geht dabei um einen Holländer in Berlin. Und irgendwie ist der Holländer wie die Stadt. Hinter ihm liegt eine schlimme Zeit und obwohl das Leben weiter gehen soll, ist er irgendwie in der Vergangenheit gefangen. Ständig taucht die Frage auf inwieweit das Vergangene gegenwärtig ist, inwiefern es überlebt hat und wie viel die Vergangenheit, wie wir sie kennen, mit der Vergangenheit wie sie war übereinstimmt.
Das Buch hat sich wirklich gut gelesen, auch wenn mir der rote Faden in der Handlung gefehlt hat. Vielmehr lebte es von der Atmosphäre, die man mit den Seiten aufsog.
April 12, 2007
Abenteuer, Gegenwartsliteratur, Horror/Mystery, Krimi, Roman
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Ein Buch das wirklich anders ist. Wenn man ein Buch aufschlägt sieht es aus wie ein Buch: Buchstabe an Buchstabe, Zeile an Zeile, alles in einer festen Form in immer der gleichen Schriftart und Farbe. Nicht so beim House of Leaves. Schon beim ersten aufschlagen spürt man, dass dieses Buch anders ist. Beim Lesen stößt man nicht nur auf verschiedene Schriftarten, Farben, Fußnoten und Querverweise sondern auch auf dem Kopf stehende Seiten, Querstehende Schrift, Seiten die nur ein Wort oder Satz enthalten, mit dem Text gemalte Bilder, dreidimensionale(!!!) Textgestaltung. Das allein macht vermittelt beim Lesen das Gefühl, dass dieses Buch etwas ganz besonderes ist und jedes Umschlagen der Seite lässt das Herz ein wenig höher Schlagen.
Aber nicht nur der Form, sondern auch der Inhalt weiß zu überzeugen. Ich versuche mich mal an einer kurzen Zusammenfassung. Johnny durchstöbert die ziemlich verwahrloste Wohnung des kürzlich verstorbenen Zampano. Dabei stößt er auf eine große Zettelsammlung die das Manuskript für eine wissenschaftliche Abhandlung über den Film The Navidson Record ist. Lustige Details am Rande Zampano war Blind und es stellt sich heraus, dass niemand etwas The Navidson Record gehört hat. Das Buch besteht hauptsächlich aus der Abhandlung über den Film, immer wieder unterbrochen durch Episoden aus Johnnys ziemlich chaotisch psychotischem Leben. The Navidson Record würde man aus heutiger Sicht wohl der Gattung Reality zuordnen. Der Fotograph Will Navidson zieht zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in ein Haus in Virginia. Dabei hat er überall Kameras installiert um das Leben der Familie zu filmen. Eigentlich nichts besonderes, bis Navidson eines Tages beim vermessen des Hauses feststellt, dass es Innen höher ist als Außen. Selbst nach unter Hinzuziehung von Experten und modernster Messtechnik lässt sich dieses Rätsel nicht lösen. Noch mysteriöser wird das Alles als plötzlich ein neuer Flur im Haus auftaucht. In diesem gibt es eine Tür die in ein großes, von Dunkelheit und Kälte gefülltes Labyrinth großer Räume führt. Diese physikalische Unmöglichkeit muss natürlich erforscht werden …
Wer wissen will wie es ausgeht muss wohl oder übel, das gesamte Buch lesen. Es lohnt sich, auch wenn es verdammt viel Text ist hat man am Ende doch ein Buch gelesen, welches in seiner Machart einzigartig ist.
April 6, 2007
Gegenwartsliteratur, Roman
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Oute ich mich jetzt als uncool? Naja, bei dem Buch mache ich es gerne, denn es weiß zu gefallen. Denn das Buch ist mal wirklich mal anders. Es geht um Nancy, zieht auf anraten ihres Freundes, der für ein Jahr ins Ausland zieht, von der gemeinsamen Wohnung in eine WG mit zwei Freunden. Sie selber bewundert die anderen Menschen in der WG für ihre coole Art, hält sich für uncool, strebt selber danach so wie die coolen Leute zu sein und ärgert sich gleichzeitig über deren Oberflächlichkeit.
Ich weiß zwar nicht, ob man die Autorin mit 30 Jahren noch als Jung bezeichnen kann, aber ihr erfrischenden Schreibstil kann man definitiv der Literatur zuordnen. Erlebt immer kurze Szenen, bei denen man das Gefühl hat immer jeden Gedanken von Nancy mitzudenken. Fast jeder Satz ist eine Abschweifung und Beobachtungen von kleinsten Details sind häufig anzutreffen. Dadurch liest sich das Buch zwar ein wenig holpriger als der Übliche, aber es gewinnt dadurch unheimlich an Intensität und sprüht geradezu vor Leben. Ich wirklich jedem ans Herz legen, der mal Lust auf ein Buch mit einem erfrischenden, unverwechselbaren Stil hat.
März 14, 2007
Gegenwartsliteratur, Horror/Mystery, Kinder/Jugend, Krimi
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Ein absoluter Impulskauf aus der Amazon Resterampe für ganz wenig Geld. Trotzdem bin ich mir noch unschlüssig ob das Buch sein Geld wert war. Auch wenn es als Jugendbuch läuft finde ich es doch in vielen Bereichen zu einfach gestrickt. Die Personen sind höchst eindimensional, die Handlung unspektakulär dahinplätschernd und auch die Umsetzung war nicht besonders prickelnd. Alles in allem ein Buch welches man nicht unbedingt gelesen haben muss.
Februar 26, 2007
Gegenwartsliteratur, Humor
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Eines der hirnlosesten Bücher, welches zu lesen ich das Mißvergnügen hatte.
“Eine Schimpftirade von A bis Z über die Geschmacklosigkeiten des modernen Lebens, die so gnadenlos ist, dass sie einen schon wieder heiter stimmt.”
Marie Claire
Das mit der Schimpftirade stimmt, der Rest nicht. Noch nicht mal der Untertitel “Kleines Universal-Lexikon des modernen Lebens”, was hingegen stimmt ist, dass es eines von vielleicht einer handvoll Bücher ist, welches ich bereue gekauft zu haben.
Das Buch ist nichts weiter als eine Aufzählung von Personen, Orten, Objekten und sonstigem, versehen mit einem Kommentar der beiden Autoren in etwa folgendem Stil:
Hare Krishna
Hare Hare Krishna
Hare Hare
Hare Scheiße
Scheiße
Scheiße Krishna
(wiederholen)
Also ziemlich fordernd, vor allem geistig! Eine wahre Herausforderung an das Gehirn des Lesenden bei diesem Geschreibsel zu überleben! “Scheiße” und “Arschloch” sind die universellen Umschreibungen für einfach alles. Angefangen bei “Abenteurer” bis hin zu “Zwei Wohnsitze!”. Ich bin zuweilen etwas sarkastisch oder gar zynisch gestimmt, aber selbst mir ist dieses Buch zu negativ. Es ist efach… hohl, sinnfrei, hirnlos:
Lautstärke von Fernsehwerbung
Zu laut.
Toll! Grandios beschrieben! Ein wahres Universal-Lexikon!
November 26, 2006
Gegenwartsliteratur, Novelle
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Wohl jeder jeder kenne ich den Film, aber vielen wird es wie mir gehen aber bis vor kurzem wusste ich nicht, dass es eine Buchvorlage gibt. Die Geschichte ist schnell erzählt. Forrest Gump, geistig nicht ganz auf der Höhe, zieht durch die Welt und wird dabei immer wieder skurrilste Abenteuer, teils weltpolitische Ereignisse hereingerissen. Anfangs geht es meist gut, aber es endet immer in einer Katastrophe. Aber Forrest macht davon einfach unbekümmert weiter.
Der Film Forrest Gump zählt zu meinen absoluten Lieblingen und ich war nach 2 positiven Erwähnungen sehr gespannt auf das Buch. Aber mit dem Film im Hinterkopf geht man doch mit einer falschen Erwartung an das Buch heran. Zwar sind Hauptperson und auch einige Handlungsstränge identisch, aber von der vermittelten Stimmung trennen beide Versionen Welten. Ich fand den Film so herrlich deprimierend, das Buch wirkte auf mich ein wenig wie die Käpt’n Blaubär. Ein einfacher Junge erlebt unglaubliche Abenteuer. Anders als im Film Geschichten sind dabei nicht so dramatisch überspitzt und eher auf Unterhaltung angelegt. Besonders die ersten Seiten hatte ich so sehr den Film im Hinterkopf, dass keine wirkliche Lesefreude aufkam. Erst mit der Zeit hat man sich an den Buch-Forrest gewöhnt und kann sich erst dann so wirklich in das Buch fallen lassen.
Zum Anfang fand ich das Buch doch eher schwach, sei es durch die grausame Rechtschreibung oder durch die ganz falsche Erwartungshaltung. Mir ging es so, dass je weiter ich im Buch fortschritt desto mehr gefiel mir das Buch und so verschlang ich das Ende geradezu.
November 13, 2006
Gegenwartsliteratur
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von Florian Illies
Das erste Buch habe ich leider immer noch nicht gelesen, werde ich aber sicher nachholen denn die zweite Generation Golf war ein sehr gutes Buch.
Wer in den Jahren 1965 bis 1975 geboren wurde gehört automatisch der Generation Golf an…
Ich bin sicher das 90% der Leser sich in diesem Buch wieder finden und immer wieder ein Aha Erlebnis haben.
Man wird sich erkennen und zum Teil auch sagen: ” Nun weiß ich endlich warum das so ist”, viele werden das als Ausrede für Ihr Verhalten nutzen, andere werden darüber nachdenken und vielleicht manches an ihrer Art und Weise ändern.
Ich kann dieses Buch absolut empfehlen.
Oktober 8, 2006
Gegenwartsliteratur
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Dieses Buch entstand unter dem Eindruck des Schulmassakers von Littleton, welches wohl als das US-Pendant des Amoklaufs von Erfurt bezeichnet werden kann. Im Buch wird ein fiktionaler Amoklauf nacherzählt der in groben Zügen dem Anschlag von Littleton ähnelt. Erzählt wird nicht nur der Amoklauf selber, sonder auch die Vorgeschichte. Das besondere ist die Geschichte in Interviewform erzählt wird. Wie man es aus vielen Dokumentation kennt werden Schnipsel der Interviews mit vielen verschiedenen Personen mit vielen verschiedenen Sichtweisen zu einer fortlaufenden Handlung zusammengefügt. Auch wenn das Buch das amerikanische Schulleben sowie die freie Waffenverfügbarkeit behandelt ist es durchaus für den Europäer sehr interessant. Ich selber habe mich immer wieder erwischt wie ich anstatt zu lesen immer wieder über die Aussagen der Personen nachgedacht habe. Der Name des Autors (Todd Strasser) mag euch vielleicht nicht bekannt vorkommen, aber das unter seinem Pseudonym Morton Rhue veröffentlichte Buch Die Welle dürfte so einigen unter euch ein Begriff sein. Auch wenn ich es bisher habe nur im Schrank verstauben lassen kann ich euch garantieren, dass Give A Boy A Gun nicht weniger das Zeug zum Klassiker hat.
Wikipedia Autor | Wikipedia Buch | Homepage Autor
Oktober 5, 2006
Gegenwartsliteratur, Kinder/Jugend, Roman
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Nick hat ein Problem, denn er sitzt vor Gericht und ihm wird verboten sich weiter seiner Freundin zu nähern, da er sie geschlagen hat. Dazu bekommt er noch die Auflage regelmäßig an einem Antiagressionstherapie teilzunehmen und wöchentlich einen 500-wortigen Aufsatz zu schreiben. Und so erzählt das Buch, änhlich wie Rats Saw God, im ständigen Wechsel der Erzählzeit von der Entwicklung Nicks während der Theraphie und die Geschichte von Nick und seiner Freundin.
Auch wenn mir weder Nick, wegen seiner unverständlichen Aggression, noch seine Freundin, weil sie sich viel zu viel hat gefallen lassen, als Personen sonderlich sympatisch waren war es doch ein Buch welches ich sehr gerne gelesen habe. Besonders interessant fand ich die Schilderung der Machtausübung innerhalb der Beziehung. Die Schilderung ist relativ simpel und vorhersehbar, aber trotzdem ist eine so umfangreiche Beschäftigung mit der Gewalt in einer Beziehung aus Männersicht sehr selten und eingewoben in die Geschichte höchst lesenswert. Da es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt ist die gut verständliche Sprache gut für den Einstieg in das Lesen englischsprachiger Werke geeignet.
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