Dezember 22, 2006
Biographie
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Vorweg sei gesagt, dass dieses als Film FSK18 bzw. indiziert wäre, das es doch recht explizite Beschreibungen sexueller Handlungen enthält. Es trägt den Untertitel Tagebuch einer liaison dangereuse, was es eigentlich ganz gut beschreibt. Marie ist 25 Jurastudentin, steht eigentlich Mitten im Leben, leidet aber noch unter der Trennung von ihrer ersten Liebe und nutzt die Gelegenheit ihre sexuellen Phantasien auszuleben und macht ihrer ersten Schritte in der SM-Szene Berlins. Nach einigen kurzen Abenteuern verpflichtet sie sich für dreieinhalb Monate seine Sklavin zu sein.
So spannend die Handlung auch sein mag, so uninteressant fand ich das Buch und habe mich eher durchgequält. Ich bin halt doch eher ein Liebhaber gut aufgebauter fiktionaler Texte. Ich fand es sehr verworren und konnte in keiner Sekunde nachvollziehen was die Dame dazu bewegte das Spiel mitzumachen bzw. es weiterzumachen obwohl sie lange nachdem sie merkte, dass es ihr das Ganze nicht gut tut.
Dezember 18, 2006
Biographie
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Ehrenmorde sind keine Seltenheit dort wo Souad lebt, irgendwo im Westjordanland.Souad ist 17 als sie sich in einen Mann verliebt, doch heiraten darf sie ihn erst wenn die ältere Schwester aus dem Haus ist.
Die Schwester will aber kein Mann zur Frau und so läßt sich Souad auf gefährliche Treffen mit ihrer ersten Liebe ein, sie ist froh einen Mann zu kennen der sagt das er sie liebt, das er sie heiraten will, und das sie nicht einfach wie ein Stück Vieh verkauft wird.
Doch der Mann will mehr als diese heimlichen Treffen und es geschieht was nicht geschehen darf.
Sie wird schwanger, als sie es dem Mann mitteilt verschwindet er und Souad versteckt ihrer Schwangerschaft solang es geht.
Eines Tages kann sie es nicht mehr verbergen und ihr Vater fällt Ihr Todesurteil, welches ein Schwager ausführen soll.
Der Schwager kommt in den Garten, gibt vor ihr helfen zu wollen, übergießt sie mit Petroleum und zündet sie an.
Brennend flieht sie, kommt in Krankenhaus und erleidet Qualen die unmenschlicher kaum sein können.
Dieses Buch ist mein Buch des Jahres, es ist brutal und doch voller Kraft einer Frau die schlimmes erlebt hat.
Dezember 17, 2006
Kurzgeschichten, Unterhaltungsliteratur
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“Guten Tag, die Welt liegt in Trümmern. Ich sammle sie auf. Errichte daraus neue Gebäude. Konstruiere neue Städte. Kann man wohnen drin. Oder weiträumig umfahren.”
Ich gebe zu. Ich habe den Leitfaden “Never judge a book by its cover” gebrochen. Allerdings wurde ich nicht enttäuscht sondern bin im Gegenteil immer noch begeistert. Dieses Buch ist hart, witzig, sehr skurril und auf eine Art sehr ehrlich. In Insgesamt 13 Kurzgeschichten - die allesamt miteinander verknüpft sind - greift Bernemann so ziemlich alles an was in dieser Welt angegriffen werden kann und reisst einem kurzzeitig die rosa Brille vom Kopf.
Meines Erachtens ist dieses Buch genial. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil der im Februar erscheint.
Dezember 8, 2006
Krimi
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Bei Film und Fernsehen machte ich immer einen ganz weiten Boden um Krimis, aber ich hatte in irgendeinem Blog mal eine sehr positive Kritik über das Buch gelesen und meine Vorurteile gegen Krimis über Bord geworfen.
2 Freundinnen wohnen in gemeinsam in einer WG. Zwei Tage nach einer Party wacht Ros auf und findet ihre Mitbewohnerin tot in der Dusche. Sie selber wurde unter Drogen gesetzt und vergewaltigt. Da Ros unter Amnesie leidet und es keine forensischen Spuren am Tatort gibt tappt die Polizei lange im Dunkeln wer der Täter ist. Während der Ermittlungen verliebt sich Polizisten Bill, der die Ermittlungen leitet. Zwar hat die Polizei einen Hauptverdächtigen, allerdings reichen die Beweise für eine Verurteilung nicht aus. Also entschließt sich Ros vorzugeben sich wieder zu erinnern und belastet den Hauptverdächtigen, der Aufgrund ihrer Aussage lange gesiebte Luft atmen muss. An sich wäre das die Stelle des Happy-Ends würde Ros nicht einen anonymen Brief erhalten in dem sich jemand für die Falschaussage bedankt. Wer wissen will ob der Täter wirklich hinter Gittern sitzt muss sich das Buch zulegen.
In Büchern scheine ich Krimis wesentlich zugeneigter als in Bewegtbildern. Auch wenn ich die Liebesgeschichte etwas sehr uninteressant fand war es doch ein sehr spannendes und kurzweiliges Buch. Besonders gelungen fand ich die Erzählung aus der Ich-Perspektive, wobei zwischen den Sichten des Opfers Ros und des Polizisten Bill gewechselt wurde und man so die Geschichte aus zwei Sichtweisen betrachtet. Auch wenn die Personen mir zu eindimensional gezeigt werden ist die Handlung bis in die kleinsten Details gut ausgedacht und ausgearbeitet. Wenn alle Krimis so gut geschrieben wären könnte ich mich glatt noch für das Genre begeistern.
Dezember 7, 2006
Roman
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Das Leben kann so schön sein. Kees Popinga hat es geschafft sich aus sehr einfachen Verhältnissen in ein gehobenes bürgerliches Leben hochzuarbeiten. Mit fast 40 Jahren hat er Frau, Familie und einen guten Job. Sprich ein Spießerleben erster Klasse. Aber Kees ist gelangweilt von seiner Familie. Als ihm dann auch noch sein Chef ihm mitteilt, dass die Firma Konkurs anmeldet, da der Chef, stets korrekten Popinga vorbei, illegale Geschäfte pflegte.
Aber für Popinga ist diese eigentlich schlimme Botschaft eine Befreiung. Er der sich immer an Regeln hielt beschließt plötzlich alle Regeln zu ignorieren und nur noch das zu machen wonach ihm ist. So verlässt er seine Familie um mit der von ihm lange begehrten Geliebten des Chefs zu schlafen. Aber als sie ihn nur auslacht erwürgt er sie. Um der Strafe zu entgehen flieht er nach Paris um in der Anonymität der Großstadt unterzutauchen und dort das Leben zu genießen. Da er von der Polizei gesucht wird muss er sich ständig im Verborgenen aufhalten, aber sein Leben wird immer mehr von der Angst vor der Verhaftung bestimmt.
Das faszinierende an dem Buch ist der Wandel der inneren Einstellung Popingas. Erst ist er gelangweilt vom alten Leben bis er endlich beschließt in totaler Freiheit zu Leben. Aber durch die Flucht vor der Polizei hält er sich zwar für frei, aber ist Gefangen in seinem Verfolgungswahn. Das Buch ist sehr tiefgründig, vielschichtig und bietet einen tiefen Einblick in die Denkmuster was es sehr interessant macht. Allerdings sagte mir der sehr detailverliebte Schreibstil nicht ganz zu was leichte Abzüge in der B-Note gibt.
Wikipedia Autor
Dezember 6, 2006
nicht zugeordnet
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Bereits vor einiger Zeit den auf den Buch basierenden Film gesehen und war Hin und Weg. Ein wirklich großartiger Film. Deshalb habe ich auch lange gezögert mir endlich das Buch zu greifen und es zu Lesen. Zu groß war die Angst, dass es die großen Erwartungen nicht erfüllen kann. Der Film ist recht eng am Buch ausgerichtet, sodass das Buch inhaltlich nicht viel Neues enthält. Aber ein bisschen anders ist es schon, die aber mehr in dem Unterschied des Erzählmediums beruhen. Während sich der Film in großartiger Weise eine beklemmende Grundstimmung aufbaut kann es sich das Buch erlauben mehrer Stimmungen zu entwickeln.
Das Buch ist in Tagebuchform aus Sicht von Melinda geschrieben. Sie ist gerade in die Highschool gekommen ist (9. Klasse) und wird gerade von ihren alten Freundinnen total geschnitten, da sie im letzten Sommer eine Party beendet hatte in dem sie die Polizei gerufen hatte. Sie ist eine absolute Außenseiterin was zu einem guten Teil darin liegt, dass sie sich darauf beschränkt nur dann zu Sprechen wenn es unbedingt nötig ist. Es liegt natürlich auf der Hand, dass ein großes Geheimnis auf ihrer Seele lastet.
Beim Lesen fragt man sich manchmal wirklich was mit dem Mädchen los ist. In ein paar Wochen wird sie vom gut integrierten Mitglied der Teenagergesellschaft zum most depressed girl in the world. Im Tagebuch gibt es einen munteren Wechsel von Stimmungen in dem sie die Geschehnisse in der Schule und mit den Eltern beschreibt. Mal nachdenklich aber auch mal lustig aber oft traurig und von Selbstzweifeln befallen. So wirkt das Buch sehr intensiv weil man die Emotionen direkt mit einatmen kann.
Ein wirklich großartiges Buch, welches ich euch sehr an Herz legen kann.
Dezember 1, 2006
Roman
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Endlich mal ein Buch mit einer simplen Handlung. Ein Mann beschließt in 10 Tagen zu sterben und in den Tagen bis dahin noch einmal so richtig das Leben zu genießen indem er ein Flaschenschiff baut und seine bisher unerfüllten sexuellen Phantasien auslebt.
Die Handlung steht bei dem Buch tritt in Anbetracht der großen atmosphärischen Spannung sowieso in den Hintergrund. Da gibt es die intensiven Beschreibungen der vielfältigen sexuellen Phantasien und Liebesspiele. Dazu kommt noch eine große Ungewissheit, die Hauptperson bleibt größtenteils ein Rätsel. Sein Name bleibt ebenso verborgen wie Details über die psychische Erkrankung unter der er leidet. So bleibt man im ungewissen ob der Verfolgungswahn und der geschilderte Polizeistaat nur ein Produkt der Einbildung oder Real ist. Und durch die vielen vagen Andeutungen generiert das Buch eine unheimliche Spannung, man folgt jedem Detail versucht es in den Gesamtzusammenhang einzuordnen und sich daraus ein Bild zu machen. Ein wirklich sehr kurzweiliges und anregendes Lesevergnügen.