September 18, 2006
Humor, Unterhaltungsliteratur
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von Tommy Jaud
Pitschi aus Franken hat die Schnauze gestrichen voll, er will nicht zum 11. mal nach Mallorca *mallemallemum* er will kein Haus im Grünen, keine Kinder und auch Bienchen geht ihm nach 10 Jahren Beziehung genauso auf die Nerven wie Seppelpeter Senior.
Auf dem Flughafen täuscht er einen Überfall vor, der verhindert das er nach Mallorca *mallemallemum* muß, kauft sich ein Ticket nach Argentinien und fliegt in ein scheinbar neues, besseres, Leben.
Vollidiot hat mich zum lachen gebracht und das über alle Seiten, Resturlaub kann das nur phasenweise.
Der fränkische Dialekt ist in meinen Augen noch das beste an dem Buch, das einfach nicht so überzeugen kann, es ist zu leicht zu durchschauen und man weiß am Anfang schon wie es ausgeht.
Schade!
September 17, 2006
Horror/Mystery
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Kannst du dir vorstellen das du mittem am Tag Alpträume und Visionen hast die dich in den Tod treiben? Nein? Doch das genau geschah bei mehreren Mitarbeitern des führenden Pharmakonzerns Sillmann. Zufall? Arbeitsstress? Natürlich wäre das eine Möglichkeit würde nicht bei allen Toten das Wort AZRAEL auftauchen das mit dem eigenen Blut an die Wände geschrieben wäre…und man eine unbekannte Droge im Blut einer der Toten gefunden hätte…
Als Mark Sillmann, der Sohn des Pharmachefs versucht das Geheimnis zu lösen versucht AZRAEL auch ihn zu bekommen. Aber was ist Azrael?
Es gibt wirklich selten Bücher die mich so gefesselt haben wie dieses. Es ist aus mehreren Sichten geschrieben und die Zusammenhänge werden erst nach und nach erkennbar. Absoluter Geheimtipp 
September 14, 2006
Intern
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Fall ihr euch mal interessiert, wie sich die Leserzahlen in diesem Blog entwickeln kann sich mal die Mediadaten beim Blogscout anschauen. Diese enthalten neben den Leserzahlen auch noch die Top 5 Beiträge der letzten 30 Tage.
Dieser Beitrag ist übrigens auch ein Test für die neue Kategorie Intern, welche nur von angemeldeten Benutzern gesehen kann.
September 12, 2006
Biographie
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von Ayse
Bedrückend fühlt es sich an wenn man sich vorstellt in einer Kultur leben zu müssen die Ehrenmorde als alltäglich ansieht.
In Deutschland geboren, sich wie eine freie Frau fühlend, und doch nicht frei sein…das ist Ayse.
Sie lebte lange Jahre in Berlin, zusammen mit Ihrer Familie, allesamt dem jesidischem Glauben folgend, und doch wollte Sie nie verheiratet werden.
Sie wird verprügelt, erfährt von dem grausamen Tod ihrer Cousine die sich gegen die Zwangsheirat gewehrt hat, weiß wie sinnlos alles ist, und doch verliebt sie sich in einen Deutschen, hält Ihre Beziehung geheim und schafft die Flucht, vorerst.
Die Eltern erzwingen, durch die Entführung eines Kindes, die Information wo Ayse sich aufhält, holen sie zurück, schlagen sie und ihren Freund halb bewußtlos, und fühlen sich immer noch im Recht.
Ihr Glaube ist Gesetz.
Doch Ayse wird mit Hilfe von der Polizei aus ihrem elterlichen Gefängnis geholt und findet den Weg in ein neues Leben, aber die Angst vor der Familie bleibt.
Kein reißerisches Buch das auf Effekte aus ist, nur eine Geschichte von vielen Frauen die in Deutschland so leben müßen, und doch, vielleicht gerade deswegen eines das man lesen sollte.
September 11, 2006
Gegenwartsliteratur, Roman
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Vor ein paar Jahren war Herr Lehmann, der zuvor erschienene Sequel zu Neue Vahr Süd, einer der Überraschungserfolge im deutschen Buchmarkt. So ziemlich jeder hat es gelesen und für gut befunden.
Der rote Faden dieses Buches ist die Bundeswehrzeit des noch jugendlichen Frank Lehmann, der nebenbei noch in einer linken Chaos-WG lebt haust sowie Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht sammelt. Alles zusammen bietet eine Menge Stoff um 650 Seiten zu füllen.
Allerdings konnte das Buch nicht wirklich die durch den Vorgänger geweckten Ansprüche erfüllen. Zwar gab es auch beim Vorgänger diese ellenlangen Schachtelsätze und vielfachen Wiederholungen in Dialogen, aber je länger man an dem Buch liest um so mehr stört dieser Stil, zumal auch der Humor auf der Strecke geblieben ist. Zwar gibt es einige unterhaltsame Stellen, aber die übertriebene Engstirnigkeit des Herrn Lehmanns fehlt doch merklich. Insbesondere aus der Bundeswehrzeit hätte man viel mehr herausholen können. Trotzdem handelt es sich bei Neue Vahr Süd um ein unterhaltsames und kurzweiliges Buch, welches ich uneingeschränkt weiterempfehlen würde, auch wenn es nicht ganz an seinen Vorgänger heranreicht ist es noch immer ein sehr gutes Buch.
September 11, 2006
Humor, Unterhaltungsliteratur
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Nicht alle Männer sind Idioten! Einige sind Vollidioten! Ein Wahlspruch sondergleichen… Inhaltlich beschreibt es das Verhalten des durchschnittlichen Single-Vollidioten-Mannes in der Person des Simon Peters.
Simon arbeitet im T-Punkt, hasst seinen Job, sein Singleleben, Ikea-Single-Stühle, “30 C” und eigentlich jeden, der glücklicher ist als er selbst. Die Geschichte ist recht unterhaltsam geschrieben und besitzt durchaus Unterhaltungswert. Ein Buch für zwischendurch, leichte Kost, gut für ein paar Lacher, sonst aber nicht gerade überragend, eher Mittelmaß.
Das “gewisse Etwas” und ein guter Teil Spannung fehlen. Die Geschichte ist vorhersehbar und geradlinig.
Tommy Jauds Erfahrung als Drehbuchautor kommt zu stark durch. Bei einem Drehbuch kann man auf die Darstellung und die Ausdruckskunst der Schauspieler setzen, was bei einem Roman schlichtweg nicht möglich ist und in diesem Fall leider dazu führt, das die Charaktäre schlicht 2-dimensional und zu einfach erscheinen.
Der Roman wird ab Spätsommer 2006 (also im Moment) mit Oliver Pocher in der Hauptrolle verfilmt… caysis
- Buchkritik von Flash
September 8, 2006
Biographie
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von Lisa Moos
Aus dem Leben einer Prostituierten
Weniger als 24 Stunden habe ich gebraucht um das Buch als gelesen ins Regal zu stellen.
Bei mir heißt das ” Gutes Buch” auch wenn das sicher nicht jeder so sehen wird.
Es ist heftig geschrieben, teilweise ordinär werden die unterschiedlichen Sexpraktiken ausgeführt, also nichts für zarte Gemüter.
Wer glaubt wirklich hinter die Kulissen der Prostitution zu blicken wird enttäuscht, es wird angerissen wie es im Miilieu abgeht aber auch nicht mehr.
Lisa schreibt wie ihr Leben verlaufen ist, warum sie ihren Körper für Geld hergab, trotz zahlreicher Versuche in der Normalen Welt Fuß zu fassen, immer wieder.
Wie ihre großen Lieben im Leben zerbrachen, schildert ungeschönt Ihre Metamorphose von der einfachen Nutte zur Domina, und ihre Liebe zu Ihren Kindern ohne so zu tun als wäre sie eine perfekte Mutter gewesen.
Die Frau ist heute 38 obwohl ich zeitweise dachte ” Sie muß doch viel älter sein, bei dem was sie so erlebt hat.
Wer sich auf eine zum Teil eklige Reise in das Leben der Lisa Moos begeben will ist mit dem Buch gut beraten….alle anderen lassen es lieber.
September 5, 2006
Biographie
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von Sabine Kuegler

Es sollte eine Reise in die Steinzeit werden. Sabine war acht, als ihre Eltern, ein Sprachforscher- und Missionarsehepaar, 1980 ins Innere der indonesischen Insel West-Papua aufbrachen.
Ziel der elterlichen Studien war das „Verlorene Tal“, eine Terra incognita mitten im Regenwald, wo auf nahezu steinzeitlichem Niveau der Stamm der Fayu lebte.
Es war beileibe keine angstfreie erste Begegnung, galten die Fayu doch als Kannibalen und angriffslustiges Völkchen. Sabines Augen jedoch sahen nur ihre neue Heimat. Und diese gefiel ihr.
Das Buch beschreibt das Leben in einer völlig fremden Welt so eindrucksvoll das man sich manchmal fragt warum wir so kompliziert, geregelt, unser Dasein fristen.
Es führt uns eine Kultur nahe die wir so nicht kennen, auch oft nicht verstehen, aber die auf ihre Art funktioniert.
Ein wirklich gutes Buch für gemütliche Stunden….
September 4, 2006
Abenteuer, Biographie, Unterhaltungsliteratur
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Thomas hatte es zur Rezension vorgeschlagen und ich bin beeindruckt. Irgendwie. Eine literarische Biografie, eine bessere Bezeichung fällt mir nicht ein.
Es geht um Marco Stanley Fogg, dessen Vater tot und Mutter bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Mit 11 Jahren blieb ihm so nur noch sein Onkel Victor, ein Musiker in Chicago. Victor sorgt für ihn, so gut er dazu in der Lage ist und schickt Marco auf’s College, nach New York. Als Victor stirbt bricht für Fogg eine Welt zusammen und er ergibt seinem Schicksal. Oder besser dem, was er für Schicksal hält.
Er wirft sein Leben in den Wind um es treiben zu sehen… und geht dabei fast zu Grunde. Der Satz “Alles was ich mit meinem Leben wollte, war es irgendwo zu verlieren!” kommt mir ungebeten in den Sinn. Aber er beschreibt Marcos Situation recht gut. Sein Stolz zwingt ihn alles hin zu nehmen ohne um Hilfe zu bitten. Sein Glück, das es Menschen gibt, die trotzdem helfen.
Marco Fogg erzählt sein eigenes Leben, das des Thomas Effing, eines alten Mannes, der Zeit seines Lebens immer sein eigenes Spiel spielte und dessen Sohnes Salomon Barber.
Mir persönlcih hat das Buch sehr gefallen, habe ich doch in M.S. Fogg und Thomas Effing mir sehr vertraute Charakterzüge und Ansichten entdeckt. Der Roman ist gut bis sehr gut geschrieben und liest sich flüssig, der Inhalt ist ernsthaft und philosophisch geprägt. Die Auseinandersetzung eines jungen Mannes mit seinem Schicksal, was passiert, wenn man sich dem Schicksal, dem Leben ergibt und so handelt, wie man es für richtg hält.
Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss, auch wenn er es niemand Anderem mit Worten erklären kann. Er weiß einfach oder glaubt zumindest fest daran, dass es für ihn notwendig, wichtig und richtig ist.
Wie gesagt, ich bin von dem Buch sehr positiv beeindruckt und würde es mir wieder kaufen.
September 2, 2006
Biographie, Sachliteratur
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Von Susanne Juhnke und Beate Wedekind
Was geblieben ist? Liebe.
Mit diesem Satz endet eine Biographie die mich berührt hat, zum Teil zu Tränen gerührt hat.
Hier schreibt eine Frau die sich aus Ihrem eigenen Rampenlicht wegbewegte um Ihrer großen Liebe alles zu geben, wozu sie in der Lage war.
Sie beschreibt die schönen Faccetten an der Seite von Harald Juhnke, vom ersten Kennenlernen bis zum bitteren Ende der schweren Krankheit, der sie trotzdem noch Momente des Glücks abgewinnen kann.
Sie ist eine starke und doch schwache Frau, opfert ihr eigenes Leben, bis auf kleine Stücke, Ihrem Mann, der sie immer wieder entäuscht, ihr vieles verspricht und an einem Tag sein Leben verschenkt.
Ein beeindruckendes Buch